30. August 2025Claudia Otte
Vegetationsbrandbekämpfungsübung im Remscheider Stadtgebiet Feuerwehr und Polizei arbeiten Hand in Hand
Ziel der Übung war die praktische Anwendung des Vegetationsbrandbekämpfungskonzeptes der Feuerwehr Remscheid, die Erkundung des betroffenen Bereichs und dessen Zugänglichkeit sowie die Führung der Kräfte im Einsatz durch die Einsatzleitung. Des Weiteren lag der Fokus auf der Zusammenarbeit mit der Polizei sowie der Aufbau einer ausreichenden Löschwasserversorgung.
Hierzu wurde im Waldgebiet Dörperhöhe ein Waldbrand simuliert, um den Einsatzkräften realistische Übungsbedingungen zu bieten.
Der „Waldbrand“ konnte dabei durch bodengebundene Kräfte der Feuerwehr Remscheid sowie mit Unterstützung aus der Luft via Hubschrauber (Typ Airbus H145) der Polizeifliegerstaffel Nordrhein-Westfalen erfolgreich gelöscht werden.
Der Hubschrauber übernahm zuerst die Erkundung des Einsatzgebietes aus der Luft und leitete im weiteren Verlauf Löschmaßnahmen ein. Dabei kam ein sogenanntes „Bambi Bucket“ mit etwa 820 Litern Fassungsvermögen zum Einsatz, das im stillgelegten Freibad Eschbachtal mit Wasser gefüllt wurde.
Diese Löschwasserentnahme diente der Übung, um das Training der Piloten zu fördern und die Einweisung des Hubschraubers durch Kräfte der Feuerwehr am Boden zu trainieren. Im weiteren Verlauf erfolgte dann die Löschwasserentnahme aus der nahegelegenen Wuppertalsperre.
Im Übungsgebiet stand außerdem ein Schwimmkragenbehälter mit 5000 Litern Löschwasser bereit, der ebenfalls vom Hubschrauber angeflogen werden konnte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Löschwasserversorgung am Boden über das städtische Hydrantennetz und führten die finale Brandbekämpfung sowie Nachlöscharbeiten mit D- und C-Schläuchen und handgeführten Strahlrohren durch.
Schwerpunkte der Übung war die Erkundung der schwer zugänglichen Brandstelle im unwegsamen Gelände durch die zuerst eingetroffenen Feuerwehrkräfte, der Aufbau einer Einsatzleitung mittels Einsatzleitwagen 2, die Koordination der bodengebundenen Einsatzkräfte sowie die Kommunikation mit dem Polizeihubschrauber zur Abstimmung der Löschwasserabwürfe. Zudem galt es, Schnittstellen zu Fachberatern und anderen Behörden abzubilden und zu üben.
An der Übung, die seit April akribisch vorbereitet wurde, waren drei Löschzüge sowie der Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Remscheid mit insgesamt achtzig Einsatzkräften beteiligt. Zudem war die Polizei mit etwa fünfzehn Kräften eingesetzt.
Unser besonderer Dank gilt der Polizei NRW, dem Wupperverband, den Technischen Betrieben Remscheid sowie Wald und Forst für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.
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