27. August 2026Claudia Otte
91-Jähriger durchschaute Bank-Masche – Polizei schnappte mutmaßlichen Trickbetrüger
Symbolfoto: PolizeiDer versuchte Trickbetrug ereignete sich am Dienstag (25. August).
Zunächst erhielt der Senior zwei Anrufe einer vermeintlichen Bankmitarbeiterin. Die Frau verlangte seine PIN und kündigte an, ein Mitarbeiter werde anschließend die Bankkarten bei ihm abholen.
Der 91-Jährige gab zunächst keine Daten heraus. Nach dem zweiten Anruf wurde er misstrauisch und alarmierte die Polizei.
Bei einem dritten Telefonat teilte der Senior schließlich die PIN mit. Kurz darauf erschien ein Mann an seiner Wohnanschrift und soll ihm die Bankkarten aus der Hand gerissen haben. Anschließend flüchtete er zu Fuß.
Fast zeitgleich trafen die bereits alarmierten Polizeibeamten ein und nahmen die Verfolgung auf. Die Einsatzkräfte beobachteten, wie der Verdächtige in einen Skoda stieg. Als sich die Polizisten näherten, sprang ein weiterer Mann aus dem Wagen und flüchtete in ein Waldgebiet nahe der Erbschlöer Straße. Die Fahndung nach ihm blieb erfolglos.
Den 26-jährigen deutschen Tatverdächtigen konnten die Beamten festnehmen. Er ist nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei einschlägig polizeibekannt.
Bei den weiteren Ermittlungen kam noch mehr ans Licht: Der verwendete Skoda soll kurz zuvor nach einem Unfall auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants geflüchtet sein. Der 26-Jährige besitzt zudem keine Fahrerlaubnis und soll das Auto möglicherweise unter Drogeneinfluss gefahren haben. Auch die montierten Kennzeichen gehörten nicht zu dem Fahrzeug.
Der Mann verfügt über keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Am 26. August wurde er einer Haftrichterin am Amtsgericht Wuppertal vorgeführt. Sie ordnete Untersuchungshaft an.
Gegen den 26-Jährigen wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs ermittelt. Die Polizei prüft außerdem, ob er für weitere Taten verantwortlich sein könnte.
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