Maschinenpistolen, Munition, versteckte Räume: Anklageerhebung nach Waffenfund in Remscheid

Ein mutmaßliches Waffenlager in Remscheid beschäftigt jetzt das Landgericht Wuppertal: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen drei Männer erhoben. Ein 59-jähriger Deutscher sowie zwei türkische Staatsbürger im Alter von 35 und 38 Jahren sollen mit Kriegswaffen und weiteren Schusswaffen gehandelt haben.

1_EK Ammo

Die Vorwürfe wiegen schwer. In einem Haus an der Elberfelder Straße fanden Ermittler neben Sturmgewehren, Maschinenpistolen und Maschinengewehren auch Revolver, Pistolen, große Mengen Munition und weitere Kampfmittel. Besonders brisant: Die Beamten entdeckten bei der mehrtägigen Durchsuchung mehrere versteckte Räume.

Nach dem Stand der Ermittlungen soll der 59-Jährige die Waffen in Remscheid zum Verkauf gelagert haben. Sechs Maschinenpistolen und ein Revolver samt Munition sollen an den 38-jährigen Mitangeklagten gegangen sein, der diese laut Staatsanwaltschaft teils zusammen mit dem 35-Jährigen weiterverkauft haben soll. Zwei Maschinenpistolen mit Munition sollen so bei einer Person in Hamm gelandet sein.

Andere Waffen gingen laut Anklage ausgerechnet an verdeckte Ermittler. Genau das brachte die Polizei schließlich auf die Spur des mutmaßlichen Hauptbeschuldigten.

Zwei der drei Angeklagten sitzen weiter in Untersuchungshaft, der dritte ist unter Auflagen auf freiem Fuß. Im Falle einer Verurteilung drohen empfindliche Freiheitsstrafen. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert