18. September 2026Claudia Otte
33 Millionen Euro Steuerschaden durch illegale Vapes – Auch Wuppertal bei Großrazzia im Focus
Foto: ZFA EssenNach Angaben des Zollfahndungsamtes Essen sollen zwischen Januar 2024 und März 2025 mehr als 7,6 Millionen Einweg-Vapes mit nikotinhaltiger Flüssigkeit nach Deutschland eingeführt worden sein. Der dadurch entstandene Verbrauchsteuerschaden wird auf rund 33,3 Millionen Euro geschätzt.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine mutmaßliche Herstellerstruktur aus vier Mitarbeitern eines chinesischen E-Zigaretten-Herstellers. Sie soll gemeinsam mit Vertriebsagenten und Großhändlern ein Netzwerk aufgebaut haben, über das die Waren auf den deutschen Schwarzmarkt gelangten.
In Deutschland stehen weitere 19 mutmaßliche Bandenmitglieder im Fokus. Die Abnehmerstrukturen sollen unter anderem im Großraum Köln/Bergisches Land, im nördlichen Ruhrgebiet, im Raum Koblenz und Kreis Wesel sowie in Frankfurt und Stuttgart tätig gewesen sein.
Bei dem großangelegten Einsatz vollstreckten die Ermittler 13 Haftbefehle. Mehr als 100 Paletten mit rund 600.000 illegalen Vapes wurden sichergestellt. Allein für diese Ware wird der mögliche Steuerschaden auf etwa vier Millionen Euro geschätzt.
Zusätzlich wurden vier Immobilien, ein hochwertiges Fahrzeug, Luxusuhren, Goldschmuck, Goldbarren und Bargeld im Gesamtwert von mehr als 2,25 Millionen Euro gepfändet oder sichergestellt. Außerdem wurden 37 Bankkonten mit bislang unbekanntem Guthaben eingefroren.
Unterstützt wurde die Zollfahndung von zahlreichen Behörden – darunter ausdrücklich auch die Polizei Wuppertal sowie Polizeikräfte aus Münster und Bochum, mehrere Hauptzollämter und das Technische Hilfswerk.
Gegen insgesamt 23 Beschuldigte wird wegen des Verdachts der bandenmäßigen Steuerhinterziehung in großem Ausmaß sowie der gewerbsmäßigen, bandenmäßigen Steuerhehlerei ermittelt.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gelten die Beschuldigten als unschuldig.
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen