5. Juni 2026Claudia Otte
Durchsuchungen nach Angriff auf Einsatzkräfte in Shisha-Bar
Foto: C.OtteRund zwei Monate nach einer völlig eskalierten Feier in Leverkusen hat die Polizei am frühen Morgen mehrere Gebäude durchsucht.
Die Maßnahmen richten sich laut Bildzeitung gegen mutmaßliche Rädelsführer aus dem Umfeld einer bekannten Roma-Großfamilie.
Hintergrund der Durchsuchungsmaßnahmen ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Die Ermittlungen richten sich gegen drei Männer (25, 26, 35), denen vorgeworfen wird am 6. April in einer Shisha-Bar in Leverkusen-Opladen Polizeikräfte angegriffen und zum Teil schwer verletzt zu haben. Mehrere Beamtinnen und Beamte sind infolge des Einsatzes weiterhin dienstunfähig.
Im Zuge der heutigen Durchsuchungen wurden drei Privatwohnungen in den Stadtteilen Opladen und #Küppersteg durchsucht.
Die Einsatzkräfte stellten mehrere Mobiltelefone zur Beweisauswertung sicher. Darüber hinaus fanden sie mehrere verbotene Waffen, darunter unter anderem ein Butterfly-Messer sowie ein sogenanntes Wurfmesser.
Das war geschehen:
Hintergrund ist ein Polizeieinsatz am Ostersonntag, bei dem mehrere Einsatzkräfte verletzt wurden – zwei davon erheblich.
Der Vorfall hatte sich am Abend des 5. April in den Räumen einer ehemaligen Shishabar in Leverkusen ereignet. Dort sollen sich rund 50 Personen zu einer Feier aufgehalten haben.Zunächst war die Polizei wegen einer Ruhestörung alarmiert worden. Dieser erste Einsatz verlief nach bisherigen Angaben noch ruhig, die Anwesenden wurden ermahnt.
Gegen 23 Uhr mussten die Einsatzkräfte jedoch erneut anrücken. Diesmal kippte die Lage. Aus der Menge heraus sollen Polizistinnen und Polizisten angegriffen worden sein. Nach Angaben der Berichterstattung flogen unter anderem Flaschen, Stühle und Gläser.
Eine 29-jährige Polizistin wurde durch einen Flaschenwurf schwer verletzt und verlor mehrere Zähne. Ein weiterer Beamter erlitt einen Armbruch, eine weitere Polizistin wurde leicht verletzt.
Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, musste Verstärkung angefordert werden. Rund 150 Polizeikräfte, darunter Einheiten aus Köln, waren schließlich im Einsatz. Erst mit dem Großaufgebot konnte die Lage beruhigt werden.
Nun folgen die strafrechtlichen Konsequenzen. Mit den aktuellen Durchsuchungen wollen die Ermittler offenbar weitere Beweise sichern und die mutmaßlich Verantwortlichen für die Angriffe auf die Einsatzkräfte identifizieren.
Die Ermittlungen dauern an.
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