ANFANGSVERDACHT SEXUALISIERTER GEWALT AN WUPPERTALER GRUNDSCHULE
Foto: (KI) #wuppertalaktuellnrwBereits in einem ersten Elternbrief vom 06. Mai informierte die kommissarische Schulleiterin darüber, dass Hinweise auf einen möglichen Vorfall vorliegen würden. Gleichzeitig wurde darin ausdrücklich erklärt, dass eine Zuordnung zu einer konkreten Person zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich sei.
Erst fünf Tage später, am 11. Mai, stellte der Vorstand des an der Schule tätigen Betreuungsvereins laut weiterem Elternbrief Strafanzeige bei der Kriminalpolizei gegen Unbekannt.
Trotzdem wurden laut Schreiben bereits umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. So seien Fachberatungsstellen der Stadt Wuppertal hinzugezogen, die Schulaufsicht informiert und weitere Schritte abgestimmt worden. Außerdem wurden interne Maßnahmen wie Risikoanalysen, neue Verhaltensregeln, Änderungen bei Dienst- und Einsatzplänen sowie Präventionsangebote für Kinder angekündigt.
Der zeitliche Ablauf sorgt inzwischen für Fragen. Denn während Schulleitung und Stadt öffentlich ein „umgehendes“ und „schnelles“ Handeln betonen, erfolgte die Strafanzeige offenbar erst mehrere Tage nach dem ersten Bekanntwerden der Vorwürfe.
Laut Elternbrief gab es weiterhin keine belastbaren Hinweise auf eine konkrete Person.
Zusätzliche Irritationen löst inzwischen auch der Umgang mit den Medien aus. In einem weiteren Elternbrief wurde angekündigt, dass Wuppertals Sozialdezernentin Annette Berg Medienvertreter im Rahmen einer Pressekonferenz über den Fall informieren wolle. Diese schien jedoch offenbar nur ausgewählten Medien zugänglich gewesen zu sein, da nicht alle lokalen Redaktionen eine Einladung erhielten. Gleichzeitig hieß es, die Schule selbst werde daran nicht teilnehmen und der Name der Grundschule solle nicht genannt werden.
Nach Rücksprache mit der Pressestelle der Polizei am heutigen Morgen gegen 9:00 Uhr war dort nach bisherigen Informationen jedoch weder der konkrete Fall noch eine angekündigte Pressekonferenz bekannt.
Auch eine direkte Nachfrage bei der Schulleitung brachte keine weiteren Informationen. Statt Antworten zu erhalten, wurde lediglich auf die Pressekonferenz verwiesen.
Eine entsprechende Anfrage an die Wuppertaler Sozialdezernentin mit Fragen zum zeitlichen Ablauf, zur Abstimmung mit Polizei und Staatsanwaltschaft sowie zur Auswahl der eingeladenen Medien wurde nachweislich gelesen, blieb bislang jedoch unbeantwortet.
Im Mittelpunkt steht weiterhin die Frage, ob mögliche betroffene Kinder schnell geschützt wurden und wie belastbar die bislang bekannten Hinweise tatsächlich sind.
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