Lebenslange Haft nach tödlichem Raser-Unfall in Remscheid

Wuppertal/Remscheid – Nach dem tödlichen Unfall in Remscheid ist der 25-jährige Fahrer zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Wuppertal sah es als erwiesen an, dass der Mann sich unter anderem des Mordes, des versuchten Mordes sowie der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen schuldig gemacht hat.

Foto: C.Otte

Das war geschehen:

Vor rund einem Jahr hatte der damals 25-Jährige mit einem mehr als 700 PS starken Sportwagen zwei junge Frauen erfasst. Eine 19-Jährige kam ums Leben, ihre Freundin wurde schwer verletzt.

Nach Überzeugung des Gerichts nahm der Angeklagte den Tod anderer Menschen in Kauf, als er mit dem hochmotorisierten Fahrzeug stark beschleunigte. Der Wagen geriet beim Anfahren außer Kontrolle, kam auf den Gehweg und erfasste dort die beiden Fußgängerinnen.

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert und auf das rücksichtslose Fahrverhalten des Angeklagten verwiesen. Mehrere Videos sollen frühere gefährliche Fahrmanöver dokumentieren. Technische Mängel am Fahrzeug wurden laut Sachverständigen nicht festgestellt.

Der Angeklagte hatte zwar eingeräumt, am Steuer gesessen zu haben, einen Tötungsvorsatz jedoch bestritten. Eine Blutprobe ergab nach dem Unfall einen Alkoholwert von 1,46 Promille.

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