Großrazzia gegen Hells Angels und Geldwäsche-Netzwerk – mehr als 1.000 Einsatzkräfte

Seit dem frühen Mittwochmorgen läuft in Nordrhein-Westfalen ein Großeinsatz gegen Strukturen der Organisierten Kriminalität. Im Fokus stehen ein internationales Geldwäsche-Netzwerk und hochrangige Mitglieder der Rockergruppierung Hells Angels.

 

Symbolfoto: C.Otte

Mehr als 1.000 Einsatzkräfte sind beteiligt. Durchsuchungen finden nicht nur in NRW, sondern auch in vier weiteren Bundesländern sowie in Belgien, Bulgarien und den Niederlanden statt.

Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 71 Beschuldigte. Ihnen werden unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug sowie gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen. Zudem geht es um Waffendelikte, Körperverletzung und Steuerhinterziehung.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen verschiedene kriminelle Strukturen miteinander verflochten sein. Erhebliche Geldbeträge seien durch professionelle Verschleierungshandlungen in künstliche Wirtschaftskreisläufe eingeschleust worden. Vermögen aus Straftaten soll unter anderem in Firmen und Grundbesitz investiert worden sein.

Mehr als 100 Objekte werden durchsucht. Insgesamt sollen 14 Haftbefehle sowie Vermögensarreste in Höhe von rund 48,6 Millionen Euro vollstreckt werden. Auch Spezialeinheiten sind im Einsatz.

Staatsanwaltschaft Duisburg, Polizei und das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität wollen am Donnerstag eine erste Bilanz vorlegen.

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