Mann sprang mit fünfjährigem Jungen vor Zug in Wuppertal – acht Jahre später nach Indien abgeschoben

Es war eine Tat, die 2018 am Wuppertaler Hauptbahnhof für Entsetzen sorgte: Ein damals 23-jähriger Mann schnappte sich einen fremden fünfjährigen Jungen und sprang mit ihm vor einen einfahrenden Zug ins Gleisbett. Jetzt wurde der verurteilte Straftäter nach Indien abgeschoben.

 

Foto: C.Otte

Der Fünfjährige wartete damals mit seinen Eltern und zwei jüngeren Geschwistern im Alter von einem und drei Jahren am Bahnhof Wuppertal-Elberfeld, als sich der Unbekannte plötzlich näherte, das Kind packte und mit ihm auf die Gleise sprang.

Kurz vor dem herannahenden Zug legte sich der Mann mit dem Jungen längs zwischen die Schienen. Obwohl der Lokführer sofort eine Notbremsung einleitete, rollte der Zug noch mehrere Meter über die beiden hinweg.

Wie durch ein Wunder überlebte das Kind mit leichten Schürfwunden. Der Täter blieb unverletzt und wurde anschließend von Zeugen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Das Landgericht Essen ordnete später die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Klinik an.

Die Ausländerbehörde Gelsenkirchen bemühte sich jahrelang um die notwendige Freigabe der Staatsanwaltschaft für eine Abschiebung. Diese wurde erst im Sommer 2026 erteilt.

Wie die Stadt Gelsenkirchen am 15. Oktober mitteilte, wurde der Mann inzwischen in sein Heimatland Indien abgeschoben. Gleichzeitig erhielt er ein zehnjähriges Wiedereinreiseverbot.

 

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert