350.000 Euro weg: Mutmaßliche Anlagebetrüger nach Festnahme wieder auf freiem Fuß

Ein 66-jähriger Mann aus Wuppertal ist offenbar auf eine perfide Betrugsmasche hereingefallen und verlor dabei unglaubliche 350.000 Euro. Zwei mutmaßliche Geldboten wurden zwar festgenommen – kamen nach dem Haftrichtertermin jedoch unter Auflagen wieder frei.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, begann alles mit einer Internetwerbung, die hohe Gewinne bei geringem Einsatz versprach. Der Wuppertaler investierte zunächst 250 Euro auf einer angeblichen Online-Plattform.

Danach wurden ihm angebliche Gewinne vorgespielt. Über einen Messengerdienst forderten die Täter ihn immer wieder auf, weiteres Geld zu investieren. Dazu sollte er Bargeld direkt an angebliche „Beauftragte“ der Online-Börse übergeben.

Der Mann glaubte offenbar an das große Geschäft und übergab im April und Mai an insgesamt sechs verschiedenen Tagen gewaltige Summen an verschiedene Geldboten. Insgesamt sollen dabei rund 350.000 Euro geflossen sein.

Erst als erneut knapp 100.000 Euro verlangt wurden, wurde der 66-Jährige misstrauisch und schaltete die Polizei ein.

Beim nächsten geplanten Geldtransfer griffen Ermittler schließlich zu. Ein 43-jähriger Ukrainer sowie eine 39-jährige Ukrainerin wurden am Freitag festgenommen. Beide stehen im Verdacht, Teil des professionell organisierten Anlagebetrugs gewesen zu sein.

Ein Haftrichter erließ zwar Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen, setzte diese jedoch unter strengen Auflagen außer Vollzug. Bedeutet übersetzt: Festgenommen, aber erstmal wieder draußen.

Die Ermittlungen laufen weiter.

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