30. Oktober 2026Claudia Otte
Waffenlager in Remscheid: Hauptangeklagter zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt
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Die 10. große Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Mann zahlreiche Kriegswaffen und andere Schusswaffen besessen und damit gehandelt hatte.
In dem ihm zugerechneten Waffenlager wurden unter anderem Sturmgewehre, Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Revolver und Pistolen sowie erhebliche Mengen Munition und Kampfmittel gefunden. Einige Waffen waren bereits unbrauchbar.
Nach den Feststellungen des Gerichts verkaufte der 60-Jährige insgesamt sechs Maschinenpistolen und einen Revolver samt Munition an einen 38-jährigen Remscheider.
Dieser verkaufte die Waffen teilweise unter Beteiligung eines 35-jährigen Remscheiders weiter, unter anderem an verdeckt ermittelnde Polizeibeamte. Dadurch geriet der Hauptangeklagte als mutmaßliche Waffenquelle ins Visier der Ermittler.
Außerdem soll er 70 Skorpion-Maschinenpistolen von einem polnischen Zeugen zum Weiterverkauf erworben haben.
Der Prozess gegen die drei Männer begann am 6. Juli 2026. Die Verfahren gegen die beiden jüngeren Angeklagten wurden später abgetrennt.
Der 38-Jährige wurde bereits rechtskräftig zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 35-Jährige erhielt zwei Jahre und sechs Monate.
Bei der Strafzumessung berücksichtigte das Gericht das umfassende Geständnis des Hauptangeklagten strafmildernd. Dieses hatte auch zur Verkürzung des Verfahrens beigetragen.
Erschwerend wertete die Kammer, dass der Mann mit mehr als 70 Schusswaffen gehandelt und acht Straftatbestände verwirklicht hatte.
Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Revision eingelegt werden. Darüber müsste gegebenenfalls der Bundesgerichtshof entscheiden. Bis zur Rechtskraft gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
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